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2003 Eine polnische Entdeckung in der Antarktis

"Zwei Polen, die an einer Reise in die Antarktis teilnahmen, haben in der Melchior-Inselgruppe eine neue Insel entdeckt, informierte uns am Sonntag der in Stettin wohnhafte Segler Jerzy Kwinta. Dieser steht mit den Reisenden in regelmäßigem Kontakt."


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Auszug aus einem Zeitungsartikel in der polnischen Presse:
(...)
Herr Kwinta erläuterte, dass die Polen, Henryk Wolski und Tomasz Zadrozny, an einer Reise auf dem Expeditionsschiff M.S. Bremen, organisiert von Hapag-Lloyd, teilnahmen. Während des antarktischen Sommers fährt dieses Schiff auf der südlichen Halbkugel, in den Regionen der antarktischen Halbinsel, den Falkland Inseln, Süd Georgien, den Süd Shetlands, der Süd-Orkneys und der Sandwich Inseln. Das besondere an M.S. Bremen ist, dass sie auch in Bereiche der Erde vorstoßen kann, an welchen es keine Häfen gibt. Die Passagiere werden dann mit Hilfe von stabilen, gut motorisierten Schlauchbooten (Zodiacs) an Land gebracht. Häufig wird die Gegend auch ohne Anlandung bei sog. Zodiac-Rundfahrten vom Wasser aus erkundet.

Am 2. Februar 2003 stand eine solche Zodiacrundfahrt mit den Passagieren bei "Melchior Islands" auf dem Programm. Diese kleine, unbewohnte Inselgruppe des Palmer Archipels ist zwischen den größeren Inseln Brabant und Anvers-Islands in der Dallmann Bucht gelegen. Die Melchior Inseln wurden ursprünglich im Winter 1873-74 von dem deutschen Walfänger Eduard Dallmann, entdeckt.

Tomasz Zadrozny fuhr während dieser Tour mit seinem Zodiac weit in einen schmalen Kanal hinein, welcher bis dahin als Sackgasse bekannt war, der an einem Gletscher endete. So war es zumindest in den englischen, als auch in den argentinischen Seekarten eingezeichnet.

In diesem Jahr waren die Eisbedingungen deutlich besser, nur wenige Eisschollen trieben auf der Wasseroberfläche und so fuhr Tomasz Zadrozny weiter und musste feststellen, dass die "Sackgasse" bis auf die andere Seite der Insel führte, ein Kanal sie also zweiteilte. Die Insel, von der hier die Rede ist, wird auf englischen Karten "Omega-Island" und auf argentinischen Karten "Sobral" genannt.

Drei weitere Zodiacs durchquerten den Kanal von der anderen Seite aus. Alle drei Bootsführer, darunter auch Henryk Wolski, mussten sich alleine ihren Weg durch die zahlreichen Untiefen des Kanals bahnen. Den "Entdeckern" nach, ist der Kanal etwa 600 m lang und ca. 35-40 m breit und wird beidseitig von ca. 25 m hohen Eiswänden gesäumt.

Die Nachricht von der Entdeckung wurde sofort an den Hauptsitz von Hapag-Lloyd in Hamburg geleitet und von dort aus umgehend weiter zum Deutschen Hydrographischen Institut.

Henryk Wolski ist ein Polarsegler, welcher als Teilnehmer an internationalen Expeditionen, auf einem Segelboot 1993 die Nord-West-Passage und 2002 die Nord-Ost-Passage durchquert hat (bis jetzt als einziger Pole). Im Jahr 2000 nahm er an der internationalen Expedition Shackleton 2000 teil. Damals wiederholten sie als erste die vollständige Rettungsaktion Shackletons. Sie benutzten dazu eine 7 m lange Replik des damaligen Rettungsbootes und überwanden damit die Strecke zwischen der antarktischen Halbinsel und Süd-Georgien, um sich danach von King Hakon Bay über die Gletscher bis zur verlassen Walfangstation Stromness zu kämpfen.



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