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Grytviken
Um 23 Uhr erreichten wir Grytviken und machten am Steg fest...Wir hofften auf eine ruhige Nacht....
Von wegen... - der Anker hielt nicht in den regelmäßigen Sturmböen, und wir mussten es immer wieder neu versuchen.
Auch die 80 m lange Kette wäre nicht so schlimm gewesen, wenn nicht jedes mal eine Tonne Kelp an dem Anker hinge.
Der Andrang für den Landgang hielt sich am folgenden Morgen in Grenzen.
Schließlich haben sich Andrzej, Tomek und Alex doch noch dazu entschieden. Ich brachte sie mit dem Schlauchboot zum Ufer, blieb eine kurze Weile da und kehrte zum Schiff zurück.
Es war zeitig genug, um den Anker wieder zu lichten. Die Böen stürzten jetzt mit 12 Bft auf uns nieder und peitschten über das Wasser.
An einen weiteren Ankerversuch, um die „Landgänger" abzuholen, war gar nicht zu denken.
Wir verließen den Ankerplatz und fuhren 4 Meilen weiter, um Schutz hinter Felsen zu suchen.
Über unsere Leute machte ich mir noch keine Gedanken, da das renovierte Haus des Stationsverwalters gut mit Lebensmitteln ausgestattet war.
Nach etwa 7 Stunden besserte sich das Wetter und wir konnten in einer schnellen Aktion unsere Kameraden abholen.
Kurz überlegte ich noch mal hier vor der Nacht zu ankern, habe diesen Gedanke aber schnell verworfen. Der Sturm setzte wieder ein.
Draußen auf See stellten wir jedoch fest, dass die Wache scharfen Ausguck halten mussten, da Eisblöcke (sog. „Growlers"), hin und wieder auftauchten.
Um 23 Uhr erreichten wir Grytviken und machten am Steg fest. Am Steg! Nicht ankernd! Was für eine Erleichterung. Das musste man entsprechend ehren.
Es folgte eine ruhige Nacht.
Data publikacji w serwisie: 2009-01-19
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