Expeditionsteam


Henryk Wolski

Expeditionsleiter

Henryk Wolski, geboren am 05. Januar 1951 in Slupca - Polen, studierte an der Technischen Universität in Poznan/Polen Maschinenbau. Er schloss sein Studium als Diplomingenieur ab und arbeitete anschließend einige Jahre in einer Schiffsmotorenfabrik. Schon von Kindheit an war er begeisterter Segler, und noch während des Studiums erwarb er das Patent als Skipper für Hochsee-Yachten. Schließlich machte er sein Hobby zum Beruf und arbeitete als Segellehrer und Skipper für die Hochsee-Yachtschule "`Nordsee"' in Bremen.
1989 gründete er seine eigene Firma "Henryk's Sailing". Schwerpunkt ist für Henryk Wolski bis heute das sog. Konzeptsegeln. Seine Törns stehen zumeist unter einem historischen Motto, z. B. "Auf den Spuren des Odysseus".
Ferner hat Henryk Wolski seit vielen Jahren große Expeditionen mit vorbereitet und durchgeführt. So nahm er beispielsweise an der Expedition ICESAIL von Arved Fuchs teil. Ziel der Expedition war die Umrundung des Nordpols auf einem Segelschiff durch die Nordwest- und die Nordostpassage. Die Expedition dauerte vier Jahre. 1993 wurde die Nordwestpassage bezwungen; die Durchfahrung der Nordostpassage gelang erst 2002 im Rahmen einer weiteren Expedition.
Im Jahr 1994 begann Henryk Wolski sein eigenes Projekt "Auf den Spuren der Wikinger" von Riga nach Odessa auf Flüssen quer durch den europäischen Kontinent. Für weitere historische Reisen ließ er sogar ein Schiff der Wikingerzeit nachbauen, die "Welet".
Im Jahr 2000 unternahm Henryk Wolski eine weitere Expedition mit Arved Fuchs. Auf einem Nachbau des historischen Rettungsbootes "James Caird" von Sir Ernest Shackleton segelte eine vierköpfige Besatzung mehr als 900 sm von der Antarktischen Halbinsel über Elephant Island nach Südgeorgien. Anschließend wurde die gebirgige Insel zu Fuß überquert. Damit hatte das Team die historische Reise von Shackleton als erste nachvollzogen.
Im Sommer 2003 schloss Henryk Wolski mit einer eigenen Unternehmung auf dem Schiff "Zjawa IV" seine persönliche Umrundung des Nordpolarmeeres ab, indem er das letzte noch fehlende Teilstück von Norwegen nach Grönland segelte. Im selben Jahr gelang ihm außerdem die Umrundung des berühmt-berüchtigten Kap Hoorn - ebenfalls auf der "Zjawa IV".
2006 brachte er sein Projekt "Auf den Spuren der Wikinger" mit der Expedition "Viking 2006" von Gdansk (Danzig) an der Ostseeküste nach Odessa am Schwarzen Meer zum Abschluss. Mit seiner "Welet" - dem Nachbau eines Schiffes aus der Wikingerzeit, legte er auf den Flüssen Weichsel, San und Dnjestr eine Strecke von über 2.000 km zurück. Damit war die letzte der vier bekannten Handelsrouten der Wikingerzeit nachvollzogen. Die Reise wurde von einer ARTE-Dokumentation aus der Reihe GEO 360° begleitet.

Insgesamt segelte Henryk Wolski auf verschiedenen Segelschiffen in ganz unterschied-lichen Regionen der Welt mehr als 120.000 sm, was in etwa der Distanz fünfmal rund um die Erde entspricht.
Seit dem Jahr 2000 arbeitet er regelmäßig als Expeditionsleiter und Lektor auf Kreuzfahrten. Seine Fahrtgebiete sind die Arktis, die Antarktis, der Amazonas und andere Regionen der Erde.


Wilfried Korth

Stellvertretender Expeditionsleiter)

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Korth, Jahrgang 1959, hat von 1980 bis 1985 an der technischen Universität Dresden Geodäsie studiert. Danach arbeitete er am Zentralinstitut für Physik der Erde der Akademie der Wissenschaften der DDR in Potsdam.
1988 konnte er das erste Mal an einer halbjährigen wissenschaftlichen Expedition in die Antarktis teilnehmen. Die Liebe zur polaren Natur, die ihn damals infiziert hat, hat ihn nie wieder verlassen. Zwischen 1994 und 2000 nahm er an drei weiteren Expeditionen in verschiedene Regionen der Antarktis und an zwei Grönlandexpeditionen teil. Expeditionsziele waren vor allem geodätische Arbeiten zur Plattentektonik und zum Eismassenhaushalt.
1997 promovierte er an der TU Dresden zum Dr.-Ing. mit einem Thema zur Glazialgeodäsie und Geodynamik.
Seit 2000 ist er als Professor für Vermessungskunde, Instrumententechnik und Erdmessung an der Technischen Fachhochschule Berlin tätig.
Neben seinem Beruf ist Wilfried Korth begeisterter Ausdauersportler. Er hat viele Marathon- und Ultramarathonläufe absolviert und auch auf dem Rennrad oder Inlineskates Marathonrennen absolviert. Bergtouren führten ihn auf die höchsten Gipfel Deutschlands und Österreichs. Bisheriger Höhenrekord ist die Besteigung des Kilimandscharos (5895m).
Die Kombination von Sport und Polarexpedition führte 2002 folgerichtig zu einer ersten wissenschaftlichen Grönlandexpedition, die nur mit Mitteln der modernen Sportlogistik durchgeführt wurde: 700km auf Skiern mit von Hand gezogenen Schlitten über das Inlandeis, ohne Unterstützung von außen. Vier Jahre später fand die erste Wiederholungsmessung der Grönlandüberquerung auf gleiche effektive Art und Weise statt. Bei beiden Expeditionen lag die wissenschaftliche Leitung in den Händen von Dr. Korth. Dabei ist die Fortbewegung auf Skiern und der Verzicht auf moderne aber schwere Technik in einigen Regionen Grönlands im Sommer die einzige Möglichkeit überhaupt auf dem Inlandeis zu arbeiten.
Ziel der Grönlandreisen ist eine Langzeitstudie zu Eismassenänderungen infolge des Klimawandels.
Seit 2003 begleitet Wilfried Korth als Lektor Touristen auf Kreuzfahrtschiffen in die Antarktis und die Arktis. Seine Fachgebiete sind neben Glaziologie und Geodynamik auch Satellitennavigation und Fragen des Klimawandels.
"Wer einmal die Urgewalten antarktischer Stürme aber auch die unbeschreibliche Schönheit und Weite des Eises erlebt hat, wird davon nicht mehr losgelassen."


Tomasz Zadro¿ny

Tomasz Zadrozny wurde am 25. November 1968 in Warschau geboren. 1993 beendete er ein Ingenieursstudium an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Warschau und erwarb außerdem den Grad "Master of Science" auf dem Gebiet der Biologie. Im selben Jahr begann er eine Tätigkeit in der Abteilung für Antarktische Biologie bei der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Er war 1993--95 Mitglied der Überwinterungsmannschaft der XVIII. Polnischen Antarktis Expedition auf der Station Henryk Arctowski (King George Island). Er beschäftigte sich dort mit Populationsbiologie der antarktischen Fische.
Während seiner zweiten Überwinterung (1996--98) setzte er seine biologischen Forschungen fort und war außerdem Stationsleiter auf Arctowski. Er ist Autor mehrerer wissenschaftlicher Veröffentlichungen über antarktische Fischpopulationen.
Zwischen 1998 und 2003 lebte er in Californien und Arizona/USA.
Seit 1999 arbeitet er jeden Südsommer als Zodiacfahrer und Expeditionsleiter auf Expeditionskreuzfahrtschiffen im Bereich der Antarktischen Halbinsel. Im Februar 2003 entdeckte er einen bis dahin unbekannten Kanal, der nach dem Expeditionsschiff "MS Bremen" benannt wurde.
Tomasz Zadrozny hat sehr oft entlegene Regionen der Erde bereist: Spitzbergen, Grönland, Nordkanada, Alaska (zweimal Nordwestpassage), die Aleuten, Kamtchatka, die Kurielen, die Südpazifischen Inseln, das Amazonasgebiet und einige Afrikanische Länder.
2006 war er Teilnehmer der von Henryk Wolski organisierten Expedition "Viking 2006"


Janusz Kowal

Der Bootsbauer des Expeditionsbootes

Janusz Kowal, geboren am 21. Juni 1957 in Bydgoszcz, ist seit der Grundschulzeit ein begeisterter Segler.
Mit 16 Jahren nahm er als jüngster Kontrahent an den polnischen Windsurfing-Meisterschaften teil, bereits mit 19 Jahren arbeitete er als Segellehrer und Regattaschiedsrichter aktiv in der Jugendausbildung mit.
Zwischen 1983 und 1993 war er in einem Segelzentrum in den Masuren/Polen als Bootsbauer und Hafenmeister tätig.
Während dieser Zeit arbeitete er weiterhin als Regatta-Schiedsrichter in allen Teilen der Masurischen Seenplatte und organisierte und beaufsichtigte viele Segelwandercamps.
In diesem Lebensabschnitt beschäftigte er sich auch mit Reitsport und nahm an Reitmarathonveranstaltungen teil.
Seit 1994 ist er Besitzer eines erweiterten Patents für Hochsee-Segeln und einem Profipatent für Binnenschifffahrt.
Er besegelte Ostsee, Nordsee und Mittelmeer in verschiedenen Funktionen, auch als Skipper.
Im Jahr 1995 gründete Janusz Kowal eine eigene Bootsbauerwerkstatt in Murowaniec bei Bydgoszcz.
Als Bootsbauer baut er binnen- und seegehende Yachten, Kreuzer- und Regattaschiffe, bis hin zu einem 36,,m langem Segelschiff für einen Stockholmer Eigner.


Jacek Mrowicki

Jacek Mrowicki wurde am 20. Mai 1964 in Kutno geboren. Er studierte Molekularbiologie und Kunstgeschichte und arbeitete in den Jahren 1989-1990 an der Polnischen Akademie für Wissenschaften in Poznan in der Fakultät für Bioorganische Chemie.
Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Kuba, wo er die Überholung einer Yacht beaufsichtigte, fasste er den Entschluss, sich als Investor an der Börse in Warschau selbstständig zu machen.
1992 absolvierte er die Bankschule der Staropolski Bank und arbeitete in den Jahren 1993-1996 als lizenzierter Börsenmakler für Wertpapiere in verschiedenen Maklerbüros. Seit 1996 ist er der Präsident und Mitbesitzer der Gesellschaft Invest Consulting AG in Poznan.
2002 hat Jacek Mrowicki ein Diplom der Nottingham Trent University (MBA) erworben. Derzeit lehrt er an der Wirtschaftsakademie in Poznan und schreibt an seine Doktorarbeit.
Mit dem Segeln hat er als 11-jähriger mit der Teilnahme an verschiedenen Regatten begonnen. Er hat viele Segeltörns auf europäischen Gewässern unternommen.
Außer dem Segeln hat Jacek Mrowicki jedoch vielfältige andere Interessen.
Neben seiner Leidenschaft zum Bergwandern fühlt er sich vor allem der asiatischen Kultur und Religion verbunden. Er verbrachte einige Monate in Asien, durchquerte den Indischen Subkontinent von Süden nach Norden, lebte einige Wochen in dem buddhistischen Kloster Sera in der Nähe von Lhasa in Tibet und unternahm 2005 zusammen mit seiner Frau eine Trekkingtour zum buddhistischen Heiligtum in Annapurna (Nepal). Außerdem ist er Mitglied der Gesellschaft für Polnisch - Nepalesische Freundschaft und betreibt aktiv Tai-Chi.
2006 war er Teilnehmer der von Henryk Wolski organisierten Expedition "Viking 2006".


Katrin Rabe-Bär

Katrin Rabe-Bär, geb. 21.03.1962 in Greifswald, studierte Volkswirtschaft in Kiew,Ukraine. Unternehmungs- und Reiselust bestimmten ihren Weg mit besonderer Leidenschaft für die kalten Erdzonen. Sie meldete sich im Studium zweimal freiwillig in die "Baubrigade", um Land und Leute intensiv kennen zu lernen; dabei wurde sie in Sibirien beim Schienenlegen und Häuserbau eingesetzt und bereiste anschließend das Altai-Gebirge. Nach verschiedenen Arbeitsgebieten in der Wirtschaft ist sie derzeit als Prokuristin einer Energiefirma und im Steuerbüro tätig. Zusammen mit der Familie bereiste sie 2004 für 3 Monate das winterliche Sibirien (Yamal-Halbinsel) und lebte dort mit den Einheimischen. 2006 war sie Mannschaftsmitglied auf dem nach historischen Vorlagen nachgebauten Wikingerschiff "Welet", wobei die historische Route Ostsee (Danzig) über Flüsse zum Schwarzmeer (Odessa) befahren wurde. Zahlreiche weitere Reisen führten sie nach u.a. nach Grönland und in die Antarktis.
Sie ist mit einem Landarzt verheiratet, hat 5 Kinder und lebt mit Familie in Nordfriesland.